Geschichten

Hier findest Du Leseproben aus gerade entsehenden Kinderbüchern, die derzeit von mir formuliert und illustriert werden

und anschließend Verlagen vorgestellt und veröffentlicht werden.

Die Reihenfolge der Bearbeitung ist folgende:

 

"Das kleine Gold", Band 1, Nic Koray - erschienen im Februar

 

Santi Löwenzahn- nach einer wahren Begebenheit - sucht einen Verlag

 

"Wie die Schafe ihre weiche Wolle bekamen", Nic Koray  - erscheint im November 2021

 

"Wie der Riese Rumpelraff das Staunen lernte", Nic Koray - wird derzeit illustriert

 

Enna und Emerald-Episoden einer Freundschaft, Nic Koray -Geschichten und Illustrationen  entstehen

 

"Die Geschichte vom Lamm, das verloren ging", Nic Koray-im Anschluss

 

"Die Geschichte vom Piepenpurzel", Nic Koray-im Anschluss

 

Gedichtband, Nic Koray-im Anschluss

 

 

 

Santi Löwenzahn

Nach einer wahren Begegbenheit in unserer Schafherde

 

Das kleine kohlrabenschwarze Lamm Santi erlebt nach seiner Geburt in der Herde an der Seite seiner weißen Schafmutter Smilla die Welt und das Leben als etwas ganz besonders Bezauberndes, obwohl es nicht laufen kann. Die Schäferin, aber auch die anderen Tiere, helfen dem mutigen Lamm jeder auf seine Weise, durchzuhalten und weiter daran zu glauben, eines Tages selbständig mit der Herde ziehen zu können. Viele kleine und große Wunder geschehen.

 

Autorin und Schäferin Nic Koray erzählt hier eine wahre, berührende Geschichte vom Zauber des Lebens, vom Mut fassen und Durchhalten, vom Glück der Bescheidenheit und dem Reichtum der Dankbarkeit-aber auch vom Leben in der Schafherde. Das Buch kann auch als Mutmachbuch für das Leben mit Handicap verstanden werden.

Leseprobe1

Der Vollmond stand mit seinem milden Licht über der Weide und sah fast so goldgelb wie ein schöner Löwenzahn aus, als der kleine Santi geboren wurde.
Seine Mutter Smilla sah das kleine Lamm liebevoll an und bemerkte es auf den ersten Blick: So lange Beinchen wie Santi hatte noch kein Lamm gehabt, das in dieser Herde geboren wurde und keines war so tiefschwarz gewesen und hatte auf der Stirn so helle weiße Flecken getragen, dass es ein bisschen wie der Nachthimmel mit Sternen aussah.
Mit großen glänzenden Augen blickte Santi zu seiner schneeweißen Mutter Smilla auf und freute sich. Die Welt gefiel ihm gleich von Anbeginn so richtig gut und dass sich seine langen Beinchen noch nicht richtig einsetzen ließen, störte ihn nicht im Geringsten.
Seine Mutter war ja da und das weiche warme Stroh unter ihm und da war ja auch schon die liebe Schäferin, die Santi sanft in die Arme nahm und ihm half, bei seiner Mutter zu trinken.
Die süße Milch schmeckte ihm ganz besonders gut und so begann das Leben des kleinen Santi Löwenzahn.(…)


Dieses wunderbare Weihnachtsbuch erscheint im November 2021

Titel: Wie die Schafe ihre weiche Wolle bekamen von Nic Koray

 

Genre: Weihnachtliches Kinderbuch/Bilderbuch/Fühlbuch

 

Titelart: Einzeltitel

 

Schauplatz: Schneebedeckte Felder, Krippe

 

Zeit: Weihnachten, Geburt Christi

 

Länge des vollständigen Manuskripts

42 Seiten, mit 15 farbigen, liebevollen Illustrationen

 

Alterszielgruppe: Von 4-10 Jahren

 

Inhalt:

Nachdem die Tiere des Waldes den Schafen davon erzählt haben, dass ein heiliges Kind in dieser Nacht geboren wird, folgen sie mit ihrem Hirten Aaron dem Stern, im Stall angekommen, drängen sie zum Kinde , welches ihre Wolle mit seiner Hand berührt und dabei noch lichter und weißer macht – letzte Seite mit Schaf und echter Schafwolle (aus der eigenen Schafherde) mit goldenem Stern darin zum Fühlen und Lied zur Geschichte

 

 


Dieses wunderbare Buch mit 16 zauberhaften Fotografien und 16 Kurzgeschichten erhältlich seit Februar 2021

Das kleine Gold

Das kleine Gold 1

Das kleine Gold hing in den Zweigen des Waldes und kicherte. „Wenn da draußen schon alles so grau und düster und unheimlich ist, dann will ich hier mal so richtig Licht machen!“ Und als wäre das nicht schon genug, sprang es von Ast zu Ast und von Baum zu Baum, bis der ganze Wald vor goldenem Schimmer nur so glitzerte. Dann streckte und reckte es sich und versteckte sich ganz oben in einer Baumkrone und beobachtete die Wandersleute und Spaziergänger, die mit hängenden Schultern und traurigen Gesichtern des Weges kamen. Das kleine Gold beobachtete zufrieden von oben, wie sich nach und nach die Mienen der Passanten aufhellten und die Menschen mit leuchtenden hoffnungsvollem Gesichtern weiter unten am Wald aus seinem Blick verschwanden.
Nic Koray, 05.11-2020


Das kleine Gold 2

 

 

Das kleine Gold hatte sich gemütlich am Horizont ausgestreckt und beobachtete die Welt. Es lag dabei ganz ruhig und unauffällig da und man hätte es fast übersehen können, wäre da nicht dieses sanfte Glimmen gewesen, was mal stärker und mal schwächer wurde. Das kam davon, dass das kleine Gold nachdachte. Nachdachte über alles, was in der Welt so vor sich ging. „Manchmal geht etwas gerade eben noch so glatt“, dachte es. „Und manchmal wird eine enge Stelle dann ganz besonders weit. Wo vorher ganz viel Pech war, entsteht eine große Stelle für Glück und neue Möglichkeiten und die Menschen spüren, wie das Gute sich seinen Weg bahnt, immer und immer wieder. Es braucht nicht immer Licht, um zu wissen, dass es da ist. Manchmal braucht es das Dunkel, um danach das Licht so richtig zu wollen und zu genießen und seine Vorzüge zu nutzen.“ Das kleine Gold fühlte sich heute ganz feierlich und machte sich über den Hügeln ganz besonders lang und schmal. Als es einschlief, begrüßte es das Dunkel mit einer kleinen goldenen Fingerspitze wie einen Freund.
Nic Koray, 8.11.2020

 


Schnauz&Schnabel:                                        Wie der Riese Rumpelraff das Staunen lernte

Dieses Buch ist gerade in Arbeit, seit  Dezember 2020 arbeite ich an den Illustrationen.


Diese derzeit entsehende Kurzgeschichtensammlung wird nach der Fertigstellung vom Kinderbuch  "Wie der Riesen Rumperaff das Staunen lernte " illustrustiert und herausgebracht  werden.

Hier eine weitere Leseprobe.

„Und ich soll nicht staunen?“ fragte Enna ihren Onkel.
„Vielleicht könnt Ihr Großen das ja, aber ich kann doch all die Wunder nicht übersehen, die mir täglich in die Arme fliegen. All die Farben, die mich umgeben und all die Farben in mir, die alles um mich rum mitfärben. Da fliege ich ja der Natur in die Arme!“ Enna lachte leise.
„Ich kann nicht so tun, als ginge mich das alles nichts an. Es geht mich ja nicht nur an sondern förmlich durch mich hindurch. Schau nur, Onkel, dieser Sonnenuntergang. Er ist ein ganz persönliches Geschenk an mich, so sehe ich das. Wenn ich nicht hinschaue, ist das so , als würde ich das Geschenk nicht annehmen. Hast Du das schon einmal bedacht? Und hast du schon einmal bedacht wie viele tausend Geschenke da täglich auf einen eingehen, wenn man aufmerksam ist? Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wie alles gemacht ist, das ist so unübersehbar wunderbar. Ich weiß nicht, wo ich herkomme, Onkel, und nicht wo ich hingehe, aber ich weiß, dass da ganz viel Natur ist hinter mir und ganz viel Natur vor mir, und da gehöre ich mitten rein. Da gibt es dann eigentlich keinen echten Anfang und kein richtiges Ende, dann war ich irgendwie mit der Natur schon immer da.
Und da soll ich nicht staunen?
Ich glaube, Onkel“, sagte Enna ziemlich entschlossen, „ich glaube, ich habe alles da draußen in mir und ich bin auch in allem da draußen. Wenn man es sehr genau nimmt und sehr gut aufpasst, dann sieht man, dass die Trennlinie nur menschenerfunden ist. Wenn man staunen kann und sehr genau hinsehen kann, dann sieht man, das es diese Trennlinie nicht gibt.“
Enna dachte an gestern, als sie so ganz in den Augen des Schafes versunken war. Da hatte sie so etwas wie die Ewigkeit in den Schafsaugen gesehen und das war traurigfröhlichriesigunendlich gewesen und sozusagen unbeschreiblich.
Und der Atem vom Schaf war ganz genau im Takt mit ihrem Atem gewesen und Enna hatte das Gefühl, dass beide in einem klitzekleinen Moment Ewigkeit komplett beisammen und regelrecht eins gewesen waren und dass das Schaf das genauso gespürt hatte wie sie.
Weil Ewigkeit ganz weit nach hinten zurück und ganz weit nach vorne geradeaus geht bis einmal um die Erde und bis zur Sonne und zurück, können es keine Menschenworte beschreiben und deshalb kann ein Kind das ebenso empfinden wie ein Schaf. Das war so ein typisches „Ohne Grenzen-Erlebnis“ gewesen.
Aber davon erzählte Enna dem Onkel nichts, denn Worte können das eben nicht beschreiben.
„Onkel? Was sagst Du dazu?“, fragte Enna und griff die große Hand des Onkels.
Sie standen und blickten still über die Hügel, die das Abendrot schillernd in allen Farbklängen färbte, dass es nur so ohnegleichen war.
Der Onkel schwieg betreten und wusste nicht, was er sagen sollte
über das Beschenktwerden-Problem der Erwachsenen und das „Grenzensehen, wo keine sind“.
aus "Enna und Emerald", Nic Koray

Nic Koray Illustration  -  nic@nickoray.de

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